Dinge tun der Sachen wegen und nicht wegen des Geldes

2014 war ein Seuchenjahr. Alles ging schief. 2015 sollte anders werden. Ich habe die Fehler aus den letzten 365 Tagen gelernt und Änderungen vorgenommen.

Es hat auch gewirkt und es kommt deutlich mehr Geld durch die Tür als früher. Cool.

Doch gleichzeitig merke ich, wie alles an mir zerrt. Sobald das Thema Geld am Horizont auftaucht, falle ich sofort wieder in eine leichte Depression. So wie dieses Wochenende.

Meine Firma kam Ende April finanziell Richtung Null-Punkt. Etwas was ich nie wieder erleben wollte. Doch zum Unterschied zu letztem Jahr – jetzt ist es 100% nur temporär. Tatsache ist, ich weiß, dass ich in den nächsten 40 Tagen mehr Geld haben werde, als in den letzten 1 1/2 Jahren….

Alles dreht sich nur ums Geld.

Durch diesen Blog bin ich gezwungen immer wieder halt zu machen, ein paar Schritte zurück zu gehen, um einen Gesamteindruck zu bekommen.

Un mein Eindruck ist nicht gut. Alles, absolut alles dreht sich im Moment ums Geld und wenn sich alles nur ums Geld dreht, ist es nicht lustig. Man wird zu rational und tut nur noch Dinge, die Geld bringen.

Und wenn ich nur Dinge tue, die einen „Sinn“ haben, brenne ich aus. Das Leben kann nicht nur aus Arbeit bestehen.

Nachsatz: Ich habe nichts gegen Geld. Nur Geld hat keinen Wert für mich. Es ist ein Mittel zum Zweck. In allen Biografien, die ich gelesen habe, egal über welchen Menschen. Niemand hat/hatte Geld, schlicht um es anzuhäufen. Jeder sah es als ein Mittel, ein Werkzeug, um seine Ziele zu erreichen. Geld ist nur ein Konzept, auf das wir uns alle geeinigt haben. Ok, zurück zum Post…

In meinem letzten Post über Selbstverwirklichung sinnierte ich über die Dinge zu finden, die einen mehr geben, als nur Geld. Selbstverwirklichung zu finden ist hart – glaube ich zumindest.

Von einer Tätigkeit so leben zu können, wie man es auch möchte, ist hart. Die wenigsten schaffen es. Das bedeutet aber nicht, dass man diesen Traum gehen lassen muss.

Wir können die Vorteile von selbstverwirklichender (ist das ein Wort?!) Tätigkeit erleben und genießen, ohne es mit Geld zu versauen.

Und der einfachste Weg ist, Dinge zu tun, der Sache wegen und nicht wegen des Geldes.

Was meine ich damit? Jeder von uns braucht etwas, das er tut, ohne Hinblick auf Geld. Ein Hobby, eine Passion, eine Idee.

Wichtig ist, dass diese Tätigkeit etwas Schaffendes ist – also nicht nur konsumieren. Netflix ist kein Hobby. Computerspielen halte ich auch nicht für etwas Schaffendes. Wenn man das Spielen, als Youtube-Channel aufbaut bzw. über Twitch vielleicht schon.

Egal was, du selbst sollst ein Ergebnis sehen. Malen, schreiben, sticken, Musik, usw. egal was. UND es ist wichtig, dass du es tust, nicht obwohl sondern genau weil du kein Geld damit verdienst.

Sport zu betreiben, weil man fit sein will, ist auch keine geeignete „Sache“. Die Tätigkeit an sich muss für dich sinnstiftend sein.

Sinnlose Aktivitäten, geben Energie für sinnvolle Aktivitäten

Das Leben sollte sich nicht nur ums Geld verdienen drehen, aber wenn du nichts in deinem Leben hast, als Geld zu verdienen, dann wirst du nichts von deinem Leben haben.

Ich schreibe diese Zeilen weniger um dich zu belehren, sondern um mich selbst zu erinnern. Mein Leben darf sich nicht nur ums Geld drehen, weil sobald Geld „knapp“ wird, bricht mein ganzen Leben zusammen und DAS darf nicht sein.

Ich brauche (wieder) etwas, dass mir Energie gibt, auch dann weiterzumachen, wenn ich nicht mehr will. Etwas auf das ich mich freuen kann, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme.

 

 

 

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