Post 3: Fülle deinen Geist mit guten Gedanken – mein Weg zielgerichtet zu lesen

2 Million Blogposts wurden in 2012 jeden Tag veröffentlicht. Heute im Jahr 2015 werden es wohl schon eher an die 2,5 Millionen oder mehr sein. Das pro Sekunde werden knapp 29 Posts veröffentlicht. Irre.

Jeden Tag wird mehr Content erstellt, als du je lesen könnte. Selbst wenn du dich auf wenige Themen beschränkst, ist es unmöglich. Du endest trotzdem mit 100 Artikeln pro Tag.

Nur der Versuch Inhalt aus 100 Artikeln zu konsumieren bedarf mehr Zeit pro Tag, als du produktiv arbeiten könntest.

Wenn du aber an ungerichteter Neugier leidest, dann geht es nicht nur um den Konsum. Es ist wie ein Spiel neuen Inhalt zu finden. Es ist ein Jagd.

Die Beute der Jagd ist kein Tierkopf an der Wand oder eine andere sichtbare Trophäe. Es ist Wissen oder die Illusion davon.

In meinem Fall bezog sich die Jagd auf alles rund um Business und Online Marketing. Deswegen habe ich mir ein fein funktionierende Contentsuchstrategie ausgedacht. Das Ziel war neue Taktiken, Strategien für meine Unternehmen zu finden.

Meine Strategie war gut. Jeden Tag konnte ich aus der Gesamtheit ausgezeichnete Artikel ausfiltern. Der Konsum dieses Wissens war weniger strukturiert.

Meistens überflog ich den Inhalt. Notizen machte ich mir nie. Meine Überlegung dahinter war die, je öfters gute Ideen sich wiederholen würden, desto eher würde ich sie mir merken und aktiv werden.

Die Realtität sah anders aus.

Jeden Tag las ich aktionsbasierte Schritte über Wege bestimmte Ziele zu erreichen. Ich häufte umfassendes Wissen an über jeden Bereich. Kategorisierte diverse Strategien in meinem Kopf nach Anlassfall.

Doch einen entscheidenden Punkt hatte ich ausgelassen. Sie in die Tat umzusetzen.

Gut gemacht ist immer besser als ausgezeichnet gedacht.

Für mich ist eines klar geworden. Ideen und angehäuftes Wissen sind nichts wert, wenn sie nicht ein- und umgesetzt werden.

Beides, Ideen und Wissen, sind heute sehr einfach zu generieren. Du brauchst nur eine Internetverbindung und ein Smartphone. Die ganze Welt liegt dir offen. Das gesamte Wissen der Menschheit liegt dir zu Füßen.

Lies etwas, denke nur oberflächlich darüber nach und auch Ideen werden aus dir fließen.

Es gibt heute zu viel Wissen. Zu viele Optionen und zu viel Auswahl. Gerd Gigerenzer hat dies auch in Studien festgestellt. Zu viele Informationen stören bei der Entscheidungsfindung.

Wir können die vielen Informationen nicht mehr zufriedenstellend interpretieren um eine Entscheidung zu finden. Das Resultat, keine Entscheidung und keine Aktion.

Lesen ist die Erfolgsdroge

Was ist der Umkehrschluss? Ist es besser nichts zu lesen, um mehr Aktion ins Leben zu bekommen? Ich bin davon überzeugt.

Kinder wissen nichts und sind ständig in Bewegung. Alte Menschen wissen „alles“ und machen nichts.

Ist die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Unbelesenen höher, als von einem Belesenen? Bestimmt nicht.

Ich bin mir über diesen Widerspruch bewusst. Aber nur wenn du die Welt in Schwarz und Weiß unterteilen möchtest. Ja oder Nein. Lesen oder nicht lesen.

In meinen Augen liegt die Wahrheit in der Mitte oder in anderen Worten in der Dosis.

Lesen ist eine Erfolgsdroge. Jeder Mensch, der seinen Namen in die Geschichtsbücher meißelte, hat gelesen. Denn Lesen bringt den eigenen Geist auf neue Bahnen.

Lesen konfrontiert dich mit neuen Ideen. Ideen, die du selbst nie gehabt hättest. Dieses Auseinandersetzen ist essentiell geistig zu wachsen.

Übertreibt man es, liest du zu viel, vernebeln diese Ideen deinen eigenen Geist. Du verlierst die Richtung und drehst dich im Kreis. Stillstand.

Die Dosis ist wichtig, entscheidend ist die Auswahl.

Wissen unterscheidet sich in sofort anwendbar und fundamental

Mein bisheriger Fehler war die Auswahl der Ideen. Ich war ständig auf der Suche nach sofort anwendbaren Ideen und setzte sie nicht um.

Mein Unterbewusstsein hat diese dumme Vorgehensweise bald umgedeutet. Der Zweck meiner Suche war nicht der Fund, sondern die Suche selbst. Ich konnte so länger die Lüge aufrecht erhalten, dass ich etwas sinnvolles machte.

Suche nur dann nach „sofort anwendbarem Wissen“, wenn du es auch wirklich sofort brauchst.

Ein Beispiel dafür ist die Suche nach der technischen Lösung mehrere Gmail-Kalender mit einem iPhone zu synchronisieren. Du suchst in Google danach, findest einen Weg und setzt ihn um. Fertig.

Es macht keinen Sinn weiter nach weiteren Lösungen zu suchen. Dieses Wissen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht angewendet. Es befriedigt lediglich deine Neugier.

Am anderen Spektrum des Wissen liegt das nicht sofort anwendbare Wissen. Ich meine damit, keine Taktiken oder Strategien. Viel mehr Prinzipien fürs Leben.

Dieses Wissen zwingt dich deine jetzigen Ansichten mit neuen Ansichten zu vergleichen. Nur so kannst du Fundament deiner Persönlichkeit stärken und ein besserer Mensch werden.

Mein Rat an mich

Angehäuftes Wissen nicht einzusetzen zwingt dein Unterbewusstsein sinnloses Suchen danach einem Wert zu geben. Viel mehr vernebelt unnützes Wissen deinen Geist und macht ihn unflexibel mit neue Dinge umzugehen.

Der Konsum von sofort anwendbarem Wissen sollte auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. Die Ausnahme der Regel ist es, wenn du nach Lösungen suchst, die anschließend sofort umgesetzt werden.

Nichts zu lesen ist keine Alternative.

Als Mensch kannst du geistig nur dann wachsen, wenn du dich mit anderen Ideen auseinandersetzt, die deine fundamentalen Ansichten zum Leben herausfordern.

In jedem anderen Fall ist der Konsum von Wissen nicht hilfreich, sondern störend. Denn es versperrt dir den Weg zur Aktion. Dem Schlüssel zu Erfolg und geistiger Ruhe.

Bücher, die ich lese oder gelesen habe

The Obstacle is the Way von Ryan Holiday  – Ein großartiges Buch. Es fasst Prinzipien von Seneca, Marcus Aurelius und andern meisterhaft zusammen. Ich bin überzeugt, dass Stoizismus die gesündeste Art von Leben ist. Dieses Buch schafft es deine Ansicht zu Problemen und zum Leben massiv zu ändern.

Handbuch des glücklichen Lebens von Seneca – Wenn dir Ryan Holiday gefallen hat, dann bist du bereit Seneca zur Gänze zu lesen. Es ist unglaublich wie aktuell Briefe von über 2000 Jahre sich auf meine Probleme und Herausforderungen im Leben beziehen.

How to win friends and influence People von Dale Carnegie – Auch dieses Buch ist schon älter und trotzdem aktuell wie nie. Der Titel des Buchs löst Skepsis aus. Es geht nicht darum Menschen zu manipulieren, dass sie etwas tun, dass ihnen schadet. Dieses Buch öffnet dir die Augen und zeigt mit dem Finger auf die Dinge, die im Leben wichtig sind.

Das Beitragsbild ist von poppet with a camera

 

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Post 2: Wenn Konsum jede Aktivität erstickt

Meine Interessen sind breit gestreut. Ich kann mich für verschiedene Methoden von Gesichtsrasuren für Männer interessieren, als auch für Lehrmethoden wie man einen Rückwärtsbogen einem 4-jährigen Mädchen beibringt.

Alles spannend.

Mein Problem ist, ich kenne kein Ende. Ich kippe richtig in Dinge hinein. Ich falle in ein schwarzes Loch und komme irgendwann in einer anderen Galaxie an.

In Kombination mündet meine Neugier mit meiner fehlenden Selbstkontrolle in der ultimativen Zeitvernichtung.

Du kannst gerne argumentieren, dass Neugier etwas Gutes ist. Ich würde dir auch nicht widersprechen. Ungerichtete Neugier bringt einem allerdings nichts.

Sie lenkt mich ab. Sie richtet meinen Blick weg von der Mauer, die eigentlich vor mir steht. Stattdessen laufe ich quer der Mauer entlang, ohne einen Schritt voran gemacht zu haben.

Ungerichtete Neugier ist die Illusion von Bewegung

Bewegung bedeutet für mich der Zug nach vorne. Ungerichtete Neugier ist das Gegenteil – Es ist nur eine Illusion von Bewegung und kommt Stillstand gleich.

Mein typischer Tag

Ich wache auf, weil mein Kind zu uns ins Bett kommt. Das passiert in der Regel zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr. Ich stehe nicht gleich auf, sondern surfe auf meinen iPhone bis 7 Uhr.

Zuerst checke ich die Überschriften zweier Tageszeitungen und überfliege vielleicht 2 bis 3 Artikel. Ich nehme mir selten die Zeit einen Artikel komplett zu lesen. Ein Überblick reicht.

Anschließend checke ich Facebook und Instagram. Keine Interaktion, keine Zeit.

Anschließend öffne ich Twitter. Mein Ersatz für RSS. Ich bin sehr restriktiv darüber wem ich folge. Mich interessieren nur die Links und Zitate von interessanten Menschen. Es gibt keine Konversation. Selbst tweete ich nicht.

Jeden Link, den ich spannend finde, lege ich in meine Apple-Leseliste für später.

Abschließend klicke ich auf Snapchat. Snapchat ist eine neue Video-Community. Der Gag ist die erzwungene Aufmerksamkeit, denn Videos können nur einmal für wenige Sekunden betrachtet werden. 

Auch hier folge ich nur ganz wenigen, eigentlich nur 3. Ich will schließlich fokussiert sein.

Bin ich mit all diesen Dingen durch, stehe ich auf, dusche mich, zieh mich an und mache Frühstück.

Nachdem mein Kind im Kindergarten ist, fahr ich in mein Büro und fang an zu arbeiten.

Das heißt ich mache einen Kaffee und check Youtube. Die nächsten 45 Minuten schaue ich die Videos meiner 10 Lieblings-Youtuber. Es kann aber auch 3 Stunden dauern, je nachdem ob sich ein schwarzes Loch auftut.

Ich argumentiere dieses Zeitinvestment damit, dass ich von diesen Storytellern, das Geschichtenerzählen lernen kann. Das scheint ja ein Ding zu sein, das Geschichtenerzählen.

Der Vormittag vergeht, Mittagessen und zum Verdauen checke ich das Internet. Vielleicht lese ich auch einen oder 2 Artikel aus meiner wachsenden Leseliste.

Oft stolpere ich über eine Taktik, die mich besonders interessiert. Ich plane sie demnächst in einem Projekt umzusetzen, doch dazu brauche ich noch weitere Informationen.

Irgendwann ist der Nachmittag vorbei und ich fahre nach Hause.

Ich verbinge Zeit mit der Familie, wir essen zu Abend und irgendwann liegt das Kind im Bett und schläft. Endlich Pause.

Ich versuche jeden zweiten Tag für zumindest 45 Minuten Laufen zu gehen. In Wahrheit wird es jeder 3 bis 4 Tag. Aber besser als nichts, oder?

Je nachdem ob ich Laufen war oder nicht, lege ich mich mit meinem iPad auf die Couch . Zuerst checke ich die Tageszeitungen, dann Social Media und anschließend Youtube.

Ich hetze mich durch meine Leseliste, um rechtzeitig fertig zu werden bis meine Freundin fragt, ob wir gemeinsam fernsehen.

Dann ziehen wir uns 2–3 Folgen einer Serie rein, entweder über Netflix oder gesaugt.

Meistens bin ich vorher nicht mit meiner Leseliste fertiggeworden, also liege ich im Dunkeln mit dem iPhone und versuche nachzukommen mit meinem Lesestoff.

Sollte ich nichts spannendes mehr zum Lesen finden, dann greife ich zu meinem Kindle.

Zwischen 24 Uhr und eins gehe ich schlafen.

…Es ist unerträglich meinen Tag so niederzuschreiben.

Konsum von Medien erstickt jede Aktivität

Lange Zeit fühlte ich mich von meinem Tag gehetzt. Ich hatte schließlich so viel zu tun. 2 Tageszeitungen, 302 Facebook-Freunde, 90 Instagramern, 3 Snapchatern und 10 Youtubern. Mehr als mein halber Tag ging verloren an Konsum von Medien.

Ich log mich ständig an. Ich mach das um mehr zu lernen. Um einen Wissensvorsprung zu haben. 

Du kennst die Wahrheit. Praktisch nichts von all dem was ich gelesen oder angesehen habe, habe ich in die Tat umgesetzt. Null.

Der Witz an der Sache ist, dass es sich als Arbeit anfühlte. Es gab aber keine Resultate, nur ein leeres Blatt Papier.

Eine radikale Konsum-Diät als Lösung?

Es konnte nicht so bleiben. Ich kann nicht den ganzen Tag damit verplempern und irgendwelchen Content von anderen konsumieren. Insbesondere dann, wenn der Konsum Überhand nahm und meine Bewegungsmöglichkeiten negativ beeinflusste.

Mir war es klar, ich musste etwas ändern.

Nachdem ich ein Mensch der Extreme bin, entschied ich mich für das andere Extrem. Kein Konsum mehr. Nichts. Null. Nada. Weniger, weil ich nie wieder Fernsehen wollte. Ich hatte auch nicht zum Ziel nie wieder Zeitung zu lesen.

Es ging ausschließlich darum meinen Geist zu neutralisieren. Ihn zu entschlacken. Genauso wie du es macht, wenn du dich zu Mittag komplett überfressen hast. Du entscheidest dich das Abendessen auszulassen.

Für einen Tag konsumierte ich keine Medien. Kein Facebook, keine Zeitungen, kein Youtube. Ich bin ohne Radio im Auto gesessen.

Zeit – Konsum = Kreation

An diesem einen Tagen konnte ich mehr umsetzen als in der letzten Woche zusammen. Unabhängig ob ich tatsächlich mehr umsetzen konnte als die ganze Woche. Es hat sich so angefühlt.

Ich bin mehrere Schritte nach vorne gegangen und das ist das einzige, das zählt.

Das Beitragsbild ist von Samuel Engel

Post 1: Das eine Ereignis was mich zum Stillstand zwang

2015 ist das Jahr indem Marty McFly mit seinem Dolorian in die Zukunft reist, um seinen Enkel abzuhalten eine Straftat zu begehen. In einem Artikel einer Zeitung wurde verglichen, welche Erwartungen aus 1985 mit der Realität übereinstimmen.

Mich interessiert die interessante Frage hinter Zeitreisen.

Kann ein Ereignis den weiteren Verlauf eines ganzen Lebens beeinflussen?

Die Antwort scheint simpel. Ja.

Du hast ein Kind und es stirbt. Dein Leben wird dadurch bestimmt für dein restlichen Leben beeinflusst.

Du siehst eine Person in einem Lokal und dich trifft der Blitz. Anstatt hinüber zu gehen und die Person anzusprechen, drehst du dich um und gehst weg. Wer weiß, vielleicht hättest du mit dieser Person dein Leben bis zum Potential ausschöpfen können. Who knows.

Anstatt deine Geschäftsidee niederzuschreiben, entscheidest du dich lieber Better Call Saul auf Netflix zu schauen. An nächsten Morgen hast du sie vergessen.

Was ist wenn du nicht das Ereignis benennen kannst?

Was ist wenn diese Beeinflussung nicht durch ein einzelnes Erlebnis ausgelöst wird, sondern durch mehrere? Was ist wenn es ein Prozess ist?

Zu welchen Zeitpunkt in deinem Leben würdest du zurückkehren um diesen Prozess zu stoppen?

Zwei Sätze über meine Vergangenheit

Um diese letzte Frage für mich beantworten zu können, sollte ich in 2 Sätzen (oder etwas mehr) erzählen woher ich kam und wieso Dinge so sind, wie sie sind.

In meiner ganzen Jugend hatte ich stets den Gedanken, dass ich besser wäre als andere.

Ich wusste, ich war nicht der schnellste Läufer, aber ich war unter den Top 5. Ich wusste, ich war nicht der Schönste, aber für meine Freundinnen wurde ich doch beneidet – zumindest glaubte ich das.

Meine Selbsteinschätzung beruhte darauf, dass ich alles hatte. Ich war nicht der beste in einer Sache, aber verdammt gut in so vielen Dingen.

Das Leben bestätigte auch meine Ansicht. Die Dinge, die ich wirklich sollte, schaffte ich und die wenigen wichtigen Dinge, klappten auch irgendwie.

Irgendwann war das Studium vorbei und es war endlich die Zeit gekommen der Welt zu beweisen, dass ich es konnte.

Ab diesen Zeitpunkt ging es mit meiner Selbsteinschätzung bergab. Bisher konnte ich Dinge mit Hirnschmalz lösen.

Doch jene Menschen, mit denen ich in Konkurrenz trat waren alle klug. Die meisten waren wohl auch schlauer als ich.

Ich konnte nicht mehr Probleme durch eine bessere Methode lösen. Ich konnte keine Abkürzung mehr nehmen und die sich aufdrängende Lösung für meine Probleme wollte ich nicht wahrhaben.

Ich musste tatsächlich arbeiten.

Das war der große Unterschied zwischen den erfolgreichen anderen und mir. Arbeit. Diese Frauen und Männer trödelten nicht rum, sondern erledigten ihre Aufgaben und wenn das Resultat nicht stimmte, blieben sie dran, bis es passte.

Ich war schockiert, weil ich diesen Elan nicht in mir hatte. Ich hatte nicht diesen Willen. Wie gibt es das?

Das Resultat waren schlechte Arbeit, schlechte Performance und Stillstand. Geistig, spirituell und physisch.

Die Qualität meiner Beziehung zu meiner Freundin sank auf den absoluten Gefrierpunkt. Ich war schlecht gelaunt und hörte mit Sport auf.

Shit was about to hit the fan.

Ich wusste, ich musste etwas ändern und gleich vorweg. Ich habe keine Lösungen für dich, solltest du diesen Post lesen.

Das eine Ereignis was mich zum Stillstand zwang

Heute weiß ich, dass diese anderen einen Vorteil hatten, den ich nicht hatte und nach wie vor nicht habe. Bewegung.

In meinen Post Nr. 0 bin ich genauer darauf eingegangen, warum Bewegung der Schlüssel ist.

Die Frage ist, was ist das eine Ereignis, dass meinen Stillstand eingeläutet hat?

Gib es ihn?

Ich habe lange über darüber nachgedacht und bin zu einer klaren Antwort gekommen. Es ist egal.

Selbst wenn es ein solches Ereignis gab, ich kann es nicht mehr ändern. Außer du hast einen Dolorian vor der Tür stehen, der durch Raum und Zeit fahren kann. Hast du einen? Siehst, konzentrieren wir uns lieber auf andere Dinge.

Mein Gordischer Knoten

Mein größtes Problem heute ist, dass ich zu viel nachdenke über Dinge, die ich nicht mehr ändern kann. Es macht keinen Sinn über die Vergangenheit nachzudenken.

Was wäre wenn… Hätte ich nur… Warum habe ich nicht….

Diese Gedanken formen nur einen Gordischen Knoten, den man nicht mehr entwirren kann.

Der einzige Ausweg ist Bewegung.

Von hier weiter

Stoizismus ist ein wachsender Teil meines Bewusstsein geworden. Es gibt viele stoische Prinzipen. Eine wichtige Erkenntnis ist (frei zitiert).

Nichts in deinem Leben hat eine Bedeutung an sich. Die Bedeutung gibst du den Dingen.

Es mag sein, dass es in der Vergangenheit Erlebnisse gab, die mein Momentum stoppten. Es mag sein, dass ich Misserfolge hatte.

Es liegt aber ausschließlich an mir, ob ich es zulasse, dass diese Dinge mich beeinflussen, aufhalten oder gar stoppen.

Empfehlenswerte Bücher:

The Obstacle is the Way von Ryan Holiday  | zum Buch
Meditations von Marcus Aurelius | zum Buch
Letters from a Stoic von Seneca | zum Buch

Beitragsbild von Favi Santos

Post 0: Worum geht es hier.

Hi Welt.

Bevor wir hier starten, muss ich etwas loswerden.

Dieser Blog ist nicht für dich. Er ist ausschließlich für mich.

Es geht mir nicht darum, dich zu beleidigen. Dir muss nur klar sein, dass ich diesen und weitere Posts nicht schreibe, dass du sie liest.

Dieser Blog existiert aus einem – vielleicht aus zwei wichtige Gründe.

  1. Ich habe ein massives Motivationsproblem.
  2. Ich hasse es zu schreiben.

Warum also einen Blog starten?

Genau deswegen.

Tim Ferriss hat in einem Tweet etwas Schlaues geschrieben. Hier ist der Tweet.

You think you’re fatigued, therefore you can’t exercise. In fact, you choose not to move, therefore you feel fatigued.

Grob übersetzt bedeutet der Tweet: „Du denkst du bist müde, deswegen machst du keinen Sport. Tatsache aber ist, du hast dich entschieden nichts zu machen, deswegen fühlst du dich müde.“

Hier noch ein anderes wichtiges Zitat von Seanwes:

… You cannot steer a parked car.

Grob übersetzt: „Du kannst kein parkendes Auto lenken.“

Diese beiden Zitate schwirren seit einiger Zeit in meinem Kopf herum, denn sie sprechen von der selben Sache.

Bewegung

Ich bin fest überzeugt, dass Bewegung nur ein anderes Wort von Motivation ist. Im Gegenzug ist Frustration ein anderes Wort für Stillstand.

Irgendwann habe ich aufgehört in Bewegung zu bleiben. Aktiv zu sein. Einen Schritt nach dem anderen zu setzen. Die Folge ist Stillstand und jeder Tag der ohne Bewegung verstreicht, bedeutet nur eine weitere Reihe Steine auf der Mauer aus Frustration, die sich vor mir auftürmt.

Dieser Blog ist mein Weg wieder in Bewegung zu kommen. Wieder  aktiv zu sein. Wieder einen Schritt nach vorne zu machen.

Wenn Bewegung Motivation ist und ich es schaffe langsam aber doch aktiv zu sein, dann sollte die Motivation wiederkehren.

Sogar Newton hat diese Wahrheit in der Physik festgehalten (frei zitiert).

Es bedarf wenig Kraft einen Körper in seinem Zustand zu halten. Wenn er ruht, dann braucht es wenig Kraft ihn in Ruhe zu halten. Wenn er sich bewegt, dann braucht es ebenso wenig Kraft ihn in Bewegung zu halten.

Die meiste Kraft ist allerdings notwendig von einem Zustand in dem nächsten zu kommen. Einen bewegten Körper zu bremsen, bedarf viel Kraft und einen ruhenden Körper in Bewegung zu setzen bedarf ebenso viel Kraft.

So soll dieser Post Nr. 0. die größte Kraftanstrengung sein, um mich in Bewegung zu setzen.

Das Beitragsbild ist von vassilis galopoulos.