Post 1: Das eine Ereignis was mich zum Stillstand zwang

2015 ist das Jahr indem Marty McFly mit seinem Dolorian in die Zukunft reist, um seinen Enkel abzuhalten eine Straftat zu begehen. In einem Artikel einer Zeitung wurde verglichen, welche Erwartungen aus 1985 mit der Realität übereinstimmen.

Mich interessiert die interessante Frage hinter Zeitreisen.

Kann ein Ereignis den weiteren Verlauf eines ganzen Lebens beeinflussen?

Die Antwort scheint simpel. Ja.

Du hast ein Kind und es stirbt. Dein Leben wird dadurch bestimmt für dein restlichen Leben beeinflusst.

Du siehst eine Person in einem Lokal und dich trifft der Blitz. Anstatt hinüber zu gehen und die Person anzusprechen, drehst du dich um und gehst weg. Wer weiß, vielleicht hättest du mit dieser Person dein Leben bis zum Potential ausschöpfen können. Who knows.

Anstatt deine Geschäftsidee niederzuschreiben, entscheidest du dich lieber Better Call Saul auf Netflix zu schauen. An nächsten Morgen hast du sie vergessen.

Was ist wenn du nicht das Ereignis benennen kannst?

Was ist wenn diese Beeinflussung nicht durch ein einzelnes Erlebnis ausgelöst wird, sondern durch mehrere? Was ist wenn es ein Prozess ist?

Zu welchen Zeitpunkt in deinem Leben würdest du zurückkehren um diesen Prozess zu stoppen?

Zwei Sätze über meine Vergangenheit

Um diese letzte Frage für mich beantworten zu können, sollte ich in 2 Sätzen (oder etwas mehr) erzählen woher ich kam und wieso Dinge so sind, wie sie sind.

In meiner ganzen Jugend hatte ich stets den Gedanken, dass ich besser wäre als andere.

Ich wusste, ich war nicht der schnellste Läufer, aber ich war unter den Top 5. Ich wusste, ich war nicht der Schönste, aber für meine Freundinnen wurde ich doch beneidet – zumindest glaubte ich das.

Meine Selbsteinschätzung beruhte darauf, dass ich alles hatte. Ich war nicht der beste in einer Sache, aber verdammt gut in so vielen Dingen.

Das Leben bestätigte auch meine Ansicht. Die Dinge, die ich wirklich sollte, schaffte ich und die wenigen wichtigen Dinge, klappten auch irgendwie.

Irgendwann war das Studium vorbei und es war endlich die Zeit gekommen der Welt zu beweisen, dass ich es konnte.

Ab diesen Zeitpunkt ging es mit meiner Selbsteinschätzung bergab. Bisher konnte ich Dinge mit Hirnschmalz lösen.

Doch jene Menschen, mit denen ich in Konkurrenz trat waren alle klug. Die meisten waren wohl auch schlauer als ich.

Ich konnte nicht mehr Probleme durch eine bessere Methode lösen. Ich konnte keine Abkürzung mehr nehmen und die sich aufdrängende Lösung für meine Probleme wollte ich nicht wahrhaben.

Ich musste tatsächlich arbeiten.

Das war der große Unterschied zwischen den erfolgreichen anderen und mir. Arbeit. Diese Frauen und Männer trödelten nicht rum, sondern erledigten ihre Aufgaben und wenn das Resultat nicht stimmte, blieben sie dran, bis es passte.

Ich war schockiert, weil ich diesen Elan nicht in mir hatte. Ich hatte nicht diesen Willen. Wie gibt es das?

Das Resultat waren schlechte Arbeit, schlechte Performance und Stillstand. Geistig, spirituell und physisch.

Die Qualität meiner Beziehung zu meiner Freundin sank auf den absoluten Gefrierpunkt. Ich war schlecht gelaunt und hörte mit Sport auf.

Shit was about to hit the fan.

Ich wusste, ich musste etwas ändern und gleich vorweg. Ich habe keine Lösungen für dich, solltest du diesen Post lesen.

Das eine Ereignis was mich zum Stillstand zwang

Heute weiß ich, dass diese anderen einen Vorteil hatten, den ich nicht hatte und nach wie vor nicht habe. Bewegung.

In meinen Post Nr. 0 bin ich genauer darauf eingegangen, warum Bewegung der Schlüssel ist.

Die Frage ist, was ist das eine Ereignis, dass meinen Stillstand eingeläutet hat?

Gib es ihn?

Ich habe lange über darüber nachgedacht und bin zu einer klaren Antwort gekommen. Es ist egal.

Selbst wenn es ein solches Ereignis gab, ich kann es nicht mehr ändern. Außer du hast einen Dolorian vor der Tür stehen, der durch Raum und Zeit fahren kann. Hast du einen? Siehst, konzentrieren wir uns lieber auf andere Dinge.

Mein Gordischer Knoten

Mein größtes Problem heute ist, dass ich zu viel nachdenke über Dinge, die ich nicht mehr ändern kann. Es macht keinen Sinn über die Vergangenheit nachzudenken.

Was wäre wenn… Hätte ich nur… Warum habe ich nicht….

Diese Gedanken formen nur einen Gordischen Knoten, den man nicht mehr entwirren kann.

Der einzige Ausweg ist Bewegung.

Von hier weiter

Stoizismus ist ein wachsender Teil meines Bewusstsein geworden. Es gibt viele stoische Prinzipen. Eine wichtige Erkenntnis ist (frei zitiert).

Nichts in deinem Leben hat eine Bedeutung an sich. Die Bedeutung gibst du den Dingen.

Es mag sein, dass es in der Vergangenheit Erlebnisse gab, die mein Momentum stoppten. Es mag sein, dass ich Misserfolge hatte.

Es liegt aber ausschließlich an mir, ob ich es zulasse, dass diese Dinge mich beeinflussen, aufhalten oder gar stoppen.

Empfehlenswerte Bücher:

The Obstacle is the Way von Ryan Holiday  | zum Buch
Meditations von Marcus Aurelius | zum Buch
Letters from a Stoic von Seneca | zum Buch

Beitragsbild von Favi Santos

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